Stark für Wermelskirchen


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Kommentar: "Wir müssen alle wieder bescheidener werden"

GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 26.08.2010 Kommentar (RP) Jetzt die Fakten sprechen lassen

Emotionen und Polemik bringen in der Diskussion um die Seniorenreisen "die Kuh nicht vom Eis". Die Senioren müssen jetzt aufpassen, dass sie sich nicht in unsachliche, rein emotionale und polemische Darstellungen verrennen. Denn sie nutzen ihrem Haus der Begegnung damit ebenso wenig wie "ihren" hauptamtlichen Mitarbeitern. Nur wenn die Fakten, so wie sie sind, auf den Tisch gelegt werden und sachlich darüber gesprochen wird, können beide Seiten zueinander finden. Bürgermeister, die Vorsitzenden des Fördervereins und des Sozialausschusses haben ihre Hände zu einem sachlichen Dialog ausgestreckt, der in der nächsten Woche stattfinden soll. Bedauerlich, dass sich keiner der beiden hauptamtlichen Mitarbeiter zu der Gesprächsrunden bereitfinden wird.

Dennoch ist es nun an den hauptamtlichen Mitarbeitern des Hauses der Begegnung, ihrem wegen ihres Engagements für die Senioren auch zu Recht bestehenden "Fan-Block" eines ganz klar zu machen: Die bisherige Polemik und Emotionalisierung schadet nur. Es ist an der Zeit, sich auf die Fakten zu besinnen.

Wermelskirchen (gt) "Ich bin erschüttert, wie emotional und wie wenig sachlich die Senioren auf die Diskussion über die Reisen reagieren", sagt Dr. Werner Güntermann, Vorsitzender des Sozialausschusses und Mitglied im Fördervereins des Hauses der Begegnung. Das Haus der Begegnung werde schließlich voll von der Stadt finanziert. Und viele Gruppen wie etwa der Bridge-Club nutzten es sogar absolut kostenfrei, meint Dr. Güntermann.
Dr. Werner Güntermann meint, dass alle sparen müssen. Foto: privat (Archiv
Dr. Werner Güntermann meint, dass alle sparen müssen. Foto: privat (Archiv

Was ihn in diesem Zusammenhang aber besonders ärgere, sei das Anspruchsdenken; "Wir müssen alle wieder bescheidener werden. Es reicht nicht, zu sagen, man habe den Krieg erlebt", sagt Dr. Güntermann. Die eigene Anspruchshaltung müsse von Jedem und jeder Gruppierung zurückgeschraubt werden, fordert der 60-Jährige. Er selbst rechne sich auch zu den alteren Semestern, sei auch Mitglied im Förderverein für das Haus der Begegnung geworden. Er sehe aber auch ein Ungleichgewicht, denn die Senioren hätten eine weitaus größere Lobby als die Jugend. Bei der Schließung des Jugendtreffs Braunsberg habe niemand revoltiert. Und nun werde bei der bloßen Fragestellung zu möglichen Einsparungen bei gerade mal zwei Seniorenreisen gleich Zeter und Mordio geschrien: "Dabei wird völlig verkannt, dass es um viel Wichtigeres geht. Wenn wir jetzt nämlich nicht sparen, dann rutschen wir auch ins Haushaltssicherungskonzept wie andere Städte. Und dann könnten wir uns ein Haus der Begegnung oder eine Musikschule überhaupt nicht mehr leisten", gibt Güntermann zu bedenken.

Er habe beobachtet, dass die Reaktionen auf angekündigte Einsparungen in der Stadt sehr unterschiedlich aufgenommen werden: "Wenn alle Gruppierungen so abwehrend reagieren würden, dann könnten wir nirgendwo sparen. Und dann ginge es letztlich nur noch darum, wer sich am heftigsten wehrt und am lautesten schreit", meint der Sozialpolitiker, der sich deshalb "aus Gründen der Gerechtigkeit"" für ein Sparen "nach der Rasenmähermethode" ausspricht.

NACHRUF FDP-Politiker Günter Engels (†) verstorben

(ma). Im Alter von 74 Jahren ist am Mittwoch Günter Engels im Hallenbad verstorben.Der ehemalige Schwimmmeister Dieter Bauer, der mit einer Kindergruppe im Bad war, entdeckte den früheren FDP-Stadtverordneten auf dem Grund des Beckens.
Obwohl Günter Engels, der mit seiner Frau das Hallenbad besucht hatte, sofort von den Schwimmmeistern aus dem Wasser geholt und reanimiert wurde, konnte er von der Notärztin nicht mehr gerettet werden.Über mehrere Wahlperioden gehörte Günter Engels zu den prägenden Kommunalpolitikern des FDP-Ortsverbandes. Von 1981 bis 1994 und 1999 bis 2004 war Engels Mitglied des Stadtrates.
Zuvor brachte er sich von 1975 bis 1981 als sachkundiger Bürger in die Stadtpolitik ein. In seiner letzten Wahlperiode hatte Engels das Amt des FDP-Fraktionsvorsitzenden inne. Seit 1973 bei den Freidemokraten arbeitete Günter Engels zwei Jahre später im Vorstand der Ortspartei mit.
Beim Schwimmen im Quellenbad verstorben: Günter Engels, der lange für die FDP im Stadtrat aktiv war. <br />
© Foto: H. Draheim<br />
Beim Schwimmen im Quellenbad verstorben: Günter Engels, der lange für die FDP im Stadtrat aktiv war.

© Foto: H. Draheim


An der Kommunalpolitik habe ihn die Möglichkeit gereizt, die anstehenden Dinge mitzugestalten, umriss er anlässlich seiner Kandidatur 1999 gegenüber dem WGA seine politische Motivation und nannte als Ziel, die Verwaltung weniger bürokratisch, bürgerfreundlicher und wirtschaftlicher zu gestalten.


Der gelernte Industriekaufmann und Vater von zwei erwachsenen Töchtern beschäftigte sich in seiner Freizeit nicht nur mit Kommunalpolitik. Fotografieren, Wandern, Laufen, Briefmarken und Schwimmen gehörten zu den Hobbys von Günter Engels, der nur 16 Tage nach seinem 74. Geburtstag verstorben ist.

aus wga vom 20.8.2010

Euro-Krise

Homburger: Wir wollen keine Transferunion

Im Mai hatten sich die europäischen Regierungschefs auf eine Zweckgemeinschaft geeinigt, um mit bis zu 440 Milliarden Euro insolventen Euro-Ländern helfen zu können. FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger warnte im Interview mit dem "Hamburger-Abendblatt" davor, einen ständigen Rettungsfonds zu schaffen: "Wir wollen keine Transferunion. Mit uns wird es keinen Länderfinanzausgleich auf europäischer Ebene geben."
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Düsseldorf, 31. August 2010

Pinkwart für mehr Bund-Länder-Zusammenarbeit bei der Bildung

Andreas Pinkwart (rechts)
Eine zielgerichtete Bildungspartnerschaft zwischen Bund, Ländern und Kommunen - so soll die Bildungsrepublik Deutschland wieder Fahrt aufnehmen. Dafür sprach sich jetzt der nordrhein-westfälische FDP-Landesvorstand aus. „Das Kooperationsverbot der Bundesländer mit dem Bund führt gegenwärtig zu einer Blockade in der Bildungspolitik“, sagte Andreas Pinkwart. Bei der anvisierten Schulreform in NRW hält er zudem eine Chance für eine „Mehrheit der Vernunft“ im Landtag für möglich.

Düsseldorf, 02. September 2010

Neumitglied des Monats August: Hannah Morawietz

Hannah Morawietz
„In die FDP bin ich eingetreten, weil sie Politik für jeden einzelnen Menschen macht“, erklärt Hannah Morawietz, Neumitglied des Monats August. In den vergangenen Wahlkämpfen hatte die 16-jährige Gymnasiastin aus Hagen die Gespräche an den Infoständen der Parteien aufmerksam mitverfolgt und sich von der liberalen Begeisterung mitreißen lassen. Eine bessere Bildungspolitik liegt ihr besonders am Herzen. Hier will sie demnächst aktiv mitgestalten. Sie kann sich sogar eine künftige Politikkarriere vorstellen.

Düsseldorf, 31. August 2010

Stamp: Intelligente Integrationspolitik gelingt nur im Dialog

Joachim Stamp
Für eine „intelligente Zuwanderungs- und Integrationspolitik“ will sich die FDP in NRW stark machen. Dies kündigte der nordrhein-westfälische FDP-Generalsekretär Joachim Stamp am Dienstag bei einem Pressegespräch in Düsseldorf an. Es sei hinderlich, dieses komplexe Thema mit Ressentiments zu behandeln. Vielmehr sollten die Sorgen und Ängste in der Bevölkerung ernst genommen und die vielen positiven Integrationsbeispiele hervorgehoben werden. „Wir wollen keine Bücher verkaufen, sondern uns seriös und sachlich mit den Themen Zuwanderung und Integration auseinandersetzen“, betonte Stamp.

Das aktuelle Interview

Fachkräftevakuum: Hochqualifizierte Pfleger besser bezahlen

Gesundheitsminister Phillip Rösler (FDP) will den Pflegeberuf attraktiver machen, um dem Arbeitskräftevakuum von geschätzten 300.000 fehlenden Stellen entgegen zu wirken. Dazu gehört auch eine Entlastung der Mitarbeiter von Bürokratie und pflegefremden Tätigkeiten. Im ?Ärzte Zeitung?- Interview rät er den Pflegeorganisationen mit Blick auf drohende Fachkräfteengpässe, hochqualifizierten Pflegern "gute Gehälter" zu zahlen.
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Düsseldorf, 31. August 2010

Vogel: Drei-Millionen-Marke bald geknackt

Auch im August ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken. Zwar lediglich um rund 4.000 auf 3,188 Millionen - "die Tendenz ist aber gerade angesichts der Sommerflaute weiterhin erfreulich positiv", kommentiert FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel. Er hält es für möglich, dass die Zahl noch in diesem Jahr unter die Drei-Millionen-Marke sinkt. Die Koalition werde diesen Trend mit ihrer liberalen Wirtschaftspolitik verstärken, versichert Vogel.

Abiturientin zum Praktikum im Deutschen Bundestag – Wermelskirchenerin Julia Buschhorn vier Wochen im Abgeordnetenbüro von Christian Lindner

09.07.2010
Die Zeugnisübergabe liegt erst eine Woche hinter ihr, da tritt die Abiturientin Julia Buschhorn aus Wermelskirchen bereits ihr vierwöchiges Praktikum im Bundestagsbüro von Christian Lindner an. Der rheinisch-bergische Bundestagsabgeordnete und FDP-Generalsekretär hatte sich über die Bewerbung im Februar gefreut. „Soweit möglich und Interesse besteht, möchte ich engagierten Jugendlichen gern die Möglichkeit geben, hier erste Berufserfahrungen zu sammeln“, erläutert er.

Neben Büroaufgaben, bei denen die Schulabgängerin Lindners wissenschaftliche Mitarbeiter unterstützt, hat Julia Buschhorn auch schon an Sitzungen und Konferenzen im Bundestag und in der nahegelegenen FDP-Parteizentrale teilgenommen. Bisheriger Höhepunkt war die FDP-Fraktionssitzung vor der Sommerpause: Gesundheitsminister Philipp Rösler stellte dort die neue Gesundheitsreform vor, die mehr Wettbewerb, mehr Effizienz und mehr Transparenz in das Gesundheitssystem bringen soll. Auch Angela Merkel nahm an der Sitzung teil; es war der erste Besuch der Bundeskanzlerin in der FDP-Fraktion seit Regierungsbildung im vergangenen Herbst. „Die Bundeskanzlerin war sehr bestimmt, aber auch sehr humorvoll – das hat mich beeindruckt“, resümiert Buschhorn. Im Vergleich zur Politik auf Ortsebene, wo die Wermelskirchenerin selbst politisch aktiv ist, sagt Buschhorn: „Es ist alles genauso und doch ganz anders. Die Dimensionen und Themen sind nicht vergleichbar, die allgemeine Struktur und die Art der Meinungsbildung ähneln sich dagegen sehr.“ Durch das Praktikum kann Buschhorn hinter die Fassade des Bundestages blicken. „Jederzeit wieder!“, ist die Wermelskirchenerin überzeugt.

Ein Einblick in den Bundestag ist auch anderen möglich: Politisch interessierte Studenten und Oberstufenschüler können sich im Abgeordnetenbüro von Christian Lindner um einen Praktikumsplatz bewerben. Überdies besteht für Schulklassen die Möglichkeit, für einen Besuch im und ein Gespräch mit Christian Lindner im Reichstag anzufragen; Frühplaner können sogar einen Fahrtkostenzuschuss durch das Bundespresseamt erhalten. Kontakt: christian.lindner@bundestag.de